Comeniusgeschichten Drucken
Geschrieben von: Roe   

Comeniusgeschichten über Getreide der Klasse 4c

Da wir in der letzten Zeit eine Menge über die verschiedenen Getreidearten gelernt haben, beschlossen wir in der Klasse kurze Geschichten zu diesem Thema zu verfassen. Hier möchten wir euch zwei unserer schönsten Geschichten vorstellen.

 

Der Weg vom Weizenkorn zum Hühnerstall

Es war Herbst und da wird immer der Weizen gesät. Ein Bauer namens Müller hatte in großen Säcken viele tausend Weizenkörner und eines davon war ich. Ich wartete seitlich in dem blöden Sack darauf, dass ich endlich auf das Feld komme. Eines Tages nahm der Bauer die Säcke und legte sie auf seinen Traktoranhänger. Auf dem Feld angekommen öffnete er sie und schüttete mich und alle anderen Weizenkörner in eine Sämaschine hinein. Dann machte der Bauer den Anhänger vom Traktor und hängte die Sämaschine an. Nun stieg er ein und fuhr los. Einer nach dem anderen kullerten wir in die weiche Erde. Als alle Weizenkörner in der Erde lagen fuhr Bauer Müller zufrieden wieder mit seinem Traktor heim. Nach ein paar Tagen schon fingen ich und alle anderen Körner zum Keimen an. Tag für Tag verging und wir wuchsen und wuchsen. Als unsere Halme ca. 15 cm  lang waren wurde es kälter und wir merkten, dass sich der Winter näherte. Dann wurde es stürmischer und es fing zu schneien an. Eine Woche später lag Schnee. Er deckte mich und die anderen mit einer mollig warmen Schicht zu. Im Frühling schmolz dann die schöne Schneedecke und wir konnten nun endlich weiterwachsen. Im Sommer entwickelte sich an meinem Halm eine Ähre mit vielen Körnern. Bauer Müller  besuchte uns mehrmals um zu sehen ob wir schon reif zum Dreschen wären. Als er im Juli noch einmal kam um zu sehen ob wir erntereif seien, war es dann soweit. Am nächsten Tag kam er dann mit einem riesigen grünen Monster vorbei und hat uns geschnitten. Als der Mähdrescher auf mich zukam, dachte ich  mein letztes Stündlein habe geschlagen. Wir wurden alle wie wild durcheinandergewirbelt als das Mähwerk die Körner von den Halmen trennte. Anschließend wurden wir in einem großen Behälter auf einem riesigen Anhänger in das Getreidesilo des Bauern gebracht. Nun warten wir bis uns die gefräßigen Hühner auffuttern. Wenn wir aber Glück haben werden wir wieder aufs Feld gebracht und neu ausgesät. Dann würde die Geschichte wieder von vorne beginnen.                                                                                                    

                                                                                                                                                                                                                                        Stefanie Meinert

Ein Tag als Haferkorn

Hallo, ich bin Hafie das Haferkorn. Ich habe eine riesig große Familie, die Getreidefamilie. Wir Haferkörner sind sehr nützlich z.B. für: Haferflocken und Viehfutter für Pferde und Schweine. Der Hafer kam ursprünglich als Unkraut in Weizen und Gerste nach Mitteleuropa. Wir Haferkörner wurden früher immer mit der Hand ausgesät. Heute sät uns die Drillmaschine. Im März legt uns diese Maschine in einem Arbeitsgang in genau gleichen Abständen auf den Boden, dann bedeckt sie uns mit Erde. Jetzt brauchen wir Körner noch Zeit, Wasser und Sonne. In der Erde wächst der Keimling, der zu einem Halm wird. Der Halm wird bis zu 1,50 m hoch. Ich habe das natürlich auch schon erlebt. Wir Haferkörner wachsen als einzige europäische Getreideart in Rispen. Im Moment ist August, also Erntezeit. Jetzt kommen die Landwirte mit dem Mähdrescher und mähen uns ab. Unsere Halme werden Stroh und sind Futter für die Tiere. Danach kommen wir Körner in einen Lastwagen. Nach ca. einer Stunde bringt man uns in eine Halle. Wir werden nun von Steinen, Sand und Blüten getrennt. Dann löst man uns von unserer Spelze. Die Spelze ist die Hülle des Haferkorns. In der Fabrik werden wir plattgewalzt und sind dann leckere Haferflocken. Ich bin jetzt in einer Papiertüte in der Küche der Familie Schano und warte darauf, dass mich jemand isst.

                                                                                                                                                                                                                                                Theresa Schano